Was ist finanzielle Gewalt? Finanzielle Gewalt ist das, was Frauen erleben, deren Partner sie in ihrer finanziellen Autonomie beschränken und finanzieller Rechte berauben. Zum Opfer finanzieller Gewalt werden Frauen, deren Partner Geld bzw. die Verfügung darüber als Machtinstrument missbrauchen. Sowohl Frauen, die auf Unterhalt ihrer Partner angewiesen sind, als auch finanziell unabhängige Frauen können finanzielle Gewalt erleiden. Wie kommt es zu finanzieller Gewalt? Gewalttätige Männer schlagen entweder zu - oder sie drehen am Geldhahn. Viele tun auch beides. Finanzielle Gewalt ist eine Form von Gewalt, die unsichtbar und gesellschaftlich weitgehend akzeptiert ist. Denn Geld gilt vielen als Männerdomäne. Besonders wenn es um "großes" Geld geht. Frauen sind Männern beim Thema Geld häufig unterlegen. Selbst wenn sie im Einzelfall mehr verdienen. Geld hat eine geringere Bedeutung für sie. Doch auch Frauen brauchen Geld zum Leben. Für sich. Und für ihre Kinder. Finanzielle Autonomie ist das Recht eines jeden Erwachsenen. Wenn Frauen in ihren Ehen und Beziehungen um dieses Recht betrogen werden, dann oft genug mit dem Segen des öffentlichen Bewusstseins und der tatkräfiten Unterstützung manch professionellen Beraters. Was will diese Website? Diese Website will aufklären. Und sie will dazu einladen, für die Rechte von Frauen einzutreten, statt sie finanziell zu entrechten. Viele Banken, Notare, Rechtsanwälte und Unternehmensberater, aber auch Richter und Therapeuten profitieren von dem Druck, unter dem Frauen in ihren Beziehungen stehen, ja, sie vermehren ihn, bilden ein Teil des Systems finanzieller Gewalt. Das große Ganze kann sich nur ändern, wenn jeder einzelne beginnt, seinen eigenen Beitrag kritisch zu überprüfen. Frauen brauchen eigene Beratungsräume, in denen sie ermutigt werden, ihre Interessen unabhängig von ihren Partnern zu formulieren. Sie brauchen Politikerinnen und Politiker, die ihre finanziellen Autonomieansprüche auch dann vertreten, wenn das Konzept der Vollerwerbstätigkeit nichts für sie ist. Und sie brauchen eine Öffentlichkeit, die respektiert, dass Frauen nicht wie Männer funktionieren - unter anderem beim Thema Geld.
Wer steckt dahinter? Katharina Martin ist ein Pseudonym. Dahinter steckt eine lebendige Frau, Autorin, Verlegerin und Mutter dreier Kinder. Zur Frauenrechtlerin bin ich nicht geboren, habe aber kein Problem damit, eine zu werden. Männerrechtlerinnen gibt es ja bereits genug. Ich gehöre zu den vielen Frauen, die ihre finanzielle Autonomie nicht preisgeben wollen, nur weil sie wegen ihrer Kinder beruflich zurücktreten, und habe Verständnis für alle, die den Konflikt ums Geld eher scheuen. Ich möchte Frauen und Männer, Beraterinnen und Berater, Juristinnen und Juristen, Politikerinnen und Poltiker für das Ausmaß finanzieller Gewalt und ihre eigene Verantwortung sensibilisieren, und jede einzene Frau ermuntenr, ihre finanziellen Interessen selbstbewusst zu vertreten, auch wenn das für Konflikte sorgen mag. Da das Thema kein privates, sondern ein politisches ist, ist es mein Ziel, die gemeinsamen finanziellen Interessen von Frauen zu bündeln und durch die Gründung eines Verbandes dafür zu sorgen, dass sie in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen werden.
Wer mich kennenlernen will, kann natürlich zunächst mein Buch lesen ;-) oder mich zu einer Lesung einladen. Auch über E-mails freue ich mich.
Kontakt: Katharina Martin, info@finanzielle-gewalt.de |